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Wie man Bienen am Schwärmen hindert


Sobald die Temperaturen im Frühjahr steigen, werden auch die Honigbienen wieder aktiv. Im Frühsommer erreicht ein Bienenvolk meist seine maximale Größe. Zu diesem Zeitpunkt kommt ein Bienenvolk oft in Stimmung, um zu „schwärmen“. Das Schwärmen dient eigentlich vornehmlich der Vermehrung: Die alte Bienenkönigin verlässt mit etwa der Hälfte der Arbeiterinnen ihres Volkes das Nest, um sich eine neue Behausung zu suchen. Im Nest zieht das zurückbleibende Volk eine neue Königin heran. Obwohl das Schwärmen eine natürliche Verhaltensweise bei Bienen ist, versuchen die meisten Imker, es zu unterbinden. Denn beim Auszug nehmen die Tiere einen großen Teil der gesammelten Honigvorräte mit. Das ist für viele Imker sehr ärgerlich. Außerdem ist es für ein abgeschwärmtes Volk fast unmöglich, ohne imkerliche Hilfe zu überleben.

Fast 100 aktive Imker und Interessierte kamen deshalb am 02.05.2018 zur Veranstaltung „Schwarmverhinderung und Ablegerbildung“ in die Naturschutz-Akademie Hessen (NAH).

Wie schon im Jahr zuvor verstand sich der Referent Christian Dreher bestens darauf, den Teilnehmern einen ebenso anschaulichen wie auch abwechslungsreichen Abend zu bieten. Er selber ist nicht nur passionierter Imker, sondern gleichzeitig auch als Fachberater für Bienen am Bieneninstitut in Kirchhain tätig. Wenig überraschend war es also, dass er aus einem reichen Schatz an Erfahrungen berichten konnte.

In seinem zweistündigen Vortrag erklärte er im ersten Teil des Abends was „Schwarmstimmung“ und „Schwärmen“ bei Honigbienen überhaupt bedeutet. Im weiteren Verlauf ging er darauf ein, was das Verhalten auslöst, wie man es erkennt und schließlich wie man es verhindern kann.

Als eine geeignete Maßnahme dazu stellte er die korrekte Ablegerbildung vor. Das bedeutet, dass man aus einem bereits bestehenden großen Bienenvolk ein kleineres neues Volk zieht. Er listete zahlreiche weitere Gründe auf, die für die gezielte Ablegerbildung sprechen. Zum Beispiel kann man so Bienen züchten, die besonders erwünschte Eigenschaften mitbringen. Denn für einen Imker ist es nicht nur wichtig, dass Bienen besonders viel Honig produzieren. Genauso wichtig ist es z. B. gerade für Hobbyimker, dass ihre Bienen während der Arbeit friedlich sind – wem macht es schon Spaß, ständig gestochen zu werden. Auch die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten oder Parasiten kann mittels Zucht positiv beeinflusst werden.

Einmal mehr konnten die Teilnehmer an diesem Abend neue Eindrücke und Erkenntnisse mit nach Hause nehmen oder bereits vorhandenes Wissen auffrischen und erweitern.

Fotos: Christof Herrmann

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