Naturschutz-Akademie Hessen

Archiv

Alte Bäume - Ikonen der Natur

Welcher Naturfreund kennt sie nicht, die alten, knorrigen und bizarren Baumrecken, denen wir mitunter begegnen? Als stumme Zeugen unserer Kulturgeschichte haben sie oftmals Jahrhunderte überdauert. Sie überlebten Kriege und Revolutionen und trotzen noch heute den Unbilden der Witterung. mehr

Der Buntspecht - "Zimmermann des Waldes"

Ein lautes, hölzernes Trommelsignal durchdringt alljährlich den Winter- und Frühlingswald. Verantwortlich dafür ist der Buntspecht (Dendrocopos major), der mit etwa 20 Schlägen pro Sekunde einen Baumstamm mit seinem kräftigen Schnabel bearbeitet. mehr

Usutu-Virus verursacht Amselsterben

Im Jahre 2011 wurde das aus Afrika stammende Usutu-Virus bei einer toten Amsel erstmals in Hessen nachgewiesen. Damals und auch im Folgejahr 2012 verursachte der Erreger bundesweit ein Massensterben in der Vogelwelt, wobei besonders Amseln betroffen waren. Schwerpunkte der Ausbreitung lagen vorwiegend in den westlichen Bundesländern (NRW, BW, RP und auch Hessen). mehr

Info-Abend zum Schwarzstorch

In der NAH fand am 24. Januar eine Info-Veranstaltung über den Schwarzstorch statt. Der lange vom Aussterben bedrohte, faszinierende Waldbewohner mit dem schwarzen, in der Sonne purpur bis violett schillernden Gefieder und dem roten Schnabel wird in Hessen zunehmend wieder heimisch. In Europa brüten nur etwa 5600 bis 7500 Paare des Schwarzstorchs – das ist mehr als die Hälfte des sehr kleinen und verletzlichen Weltbestandes. In Deutschland sind es insbesondere die fließgewässer- und waldreichen Mittelgebirgslandschaften, die vom Schwarzstorch besiedelt werden. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass das waldreiche Hessen mit seinen alten Buchwäldern zu den Kerngebieten seiner Verbreitung in Mitteleuropa gehört.

40 Jahre Naturschutz-Zentrum Hessen

v.l.: Hartmut Mai (NABU), Norbert Kortlüke (Stadt Wetzlar), Wolfram Dette (Vors. NZH e. V.), Ursula Hammann (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Christian Hey (Hess. Umweltministerium)

Das Naturschutz-Zentrum Hessen (NZH), eine der beiden Säulen der Naturschutz-Akademie, schaut in diesen Tagen auf 40 Jahre Arbeit als Lobby der Natur zurück. Anfang Juli fand in der Naturschutz-Akademie in der Friedenstraße eine Feier aus Anlass dieses Jubiläums statt.
NZH-Vorsitzender Wolfram Dette begrüßte die anwesenden Vertreter der Mitgliedsverbände, die Bundestagsabgeordnete Dagmar Schmidt, mehrere Landtagsabgeordnete sowie Vertreter des Landes Hessen, darunter Dr. Christian Hey, Abteilungsleiter im Hessischen Umweltministerium.
Ansprachen hielten Ursula Hammann in Vertretung des verhinderten Landtagspräsidenten Norbert Kartmann, Dr. Christian Hey, Hartmut Mai (NABU) für die Verbände sowie Norbert Kortlüke, Umweltdezernent der Stadt Wetzlar, für die kommunalen Partner. Prof. Dr. Hans-Peter Ziemek erinnerte in einem Rückblick an die Entwicklung des Naturschutz-Zentrums Hessen bis ins Jahr 2001. Anschließend leitete Wolfram Dette eine Diskussionsrunde mit den naturschutzpolitischen Sprechern/-innen der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke im Hessischen Landtag.
Am Nachmittag konnten sich auch interessierte Bürgerinnen und Bürger im Seminargebäude über das NZH und seine Mitgliedsverbände sowie im Natur-Erlebnisgarten über den Bauerngarten und dessen Bewirtschaftung informieren.

Baum des Jahres 2016 - die Winterlinde

Für das Jahr 2016 hatte das „Kuratorium Baum des Jahres“ die Winterlinde zum „Baum des Jahres“ ausgerufen und mit dieser Wahl einen unserer bekanntesten Bäume gekürt.
Neben den Eichen stehen die Linden weit oben auf der Skala unserer beliebtesten Bäume. Schon seit Jahrhunderten begleiten sie uns als Zeugen unserer Kulturgeschichte, etwa als Dorfbäume, Haus- und Hofbäume, Gerichtsbäume, Tanzbäume usw. Im Volkslied und in der Dichtung sind sie fest verankert und zahlreiche Orte sind nach ihnen benannt. mehr

Prächtiges Wetter lockte zum Apfelmarkt in die NAH

Zur Eröffnung des traditionellen Apfelmarkts erinnerte Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette als Vorsitzender des Naturschutz-Zentrums Hessen e. V. daran, dass der Ausgangspunkt für das Zentrum vor 40 Jahren ein Kreisobstlehrgarten gewesen war, und dankte dem Land Hessen für die Unterstützung, die eine kontinuierliche Entwicklung ermöglicht habe. Horst Ryba, 1. Vorsitzender der Naturland-Stiftung Lahn-Dill-Kreis, verlieh Martin Lugauer für die Lokalredaktion der Wetzlarer Neuen Zeitung das Goldene Rebhuhn. Die Redaktion, so Ryba, habe sich um den Naturschutz verdient gemacht, indem sie die Stiftung mit großem Engagement journalistisch begleitet und den Bürgern Naturschutz-Themen vermittelt habe.

Der Feldahorn - Baum des Jahres 2015

Nach dem Spitzahorn (1995) und dem Bergahorn (2009) ist nun unsere dritte einheimische Ahornart - der Feldahorn - zum „Baum des Jahres 2015“ ausgerufen worden.
Der Feldahorn (Acer campestre L.) – auch „Maßholder“ genannt - hat nie die forstliche Bedeutung der beiden anderen Arten erlangt. Auch ist er weniger im Wald anzutreffen, sondern eher an den Waldrändern, in Feldgehölzen oder an Gewässern. Mit Wuchshöhen von etwa 10 – 14 m zählt der Feldahorn zu den sog. „Bäumen 2. Ordnung“, die nicht die Höhen der eigentlichen Waldbäume erreichen. Sein maximales Alter wird mit etwa 100 Jahren angegeben. mehr

Bundesministerium stellt App für Bienenfreunde vor

Dem Trend folgend, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine App für Bienenfreunde entwickelt, die dabei helfen kann, Bienen aktiv im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu unterstützen. mehr

Der Ziegenmelker braucht Hilfe

Nach der Bewertung des Erhaltungszustands der hessischen Brutvogelarten, bei der die Parameter „aktuelles natürliches Verbreitungsgebiet“, „Population“, „Habitat der Art“ und „Zukunftsaussichten“ berücksichtigt werden, haben die meisten Arten einen schlechten oder ungünstigen Erhaltungszustand. Auch der Ziegenmelker ist stark bedroht, in Südhessen gibt es derzeit noch zwischen 30 und 50 Reviere. Er ist mit seinem braun-grauem Gefieder gut getarnt und auch nachts oder in der Dämmerung aktiv. mehr

Wildbienenexperte Dr. Paul Westrich in der NAH

Dr. Paul Westrich, der seit über 40 Jahren die heimischen Wildbienen erforscht und darüber auch reich bebilderte Bücher verfasst hat, gibt am 26. März 2015 ab 15.00 Uhr im Seminargebäude der NAH einen Einblick in die faszinierende Vielfalt der Formen, Farben und Lebensweisen der nächsten Verwandten unserer Honigbiene. Unter dem Titel „Von Baumeistern, Blumenschläfern und Pollensammlern. Eine Reise in die faszinierende Welt der Wildbienen“ werden anhand besonders anschaulicher Beispiele Verhalten, Nistweisen und Baumaterialien dargestellt. mehr

Rund um den Wolf für Groß und Klein

Am Samstag, den 30. April veranstalten die Naturschutz-Akademie Hessen und der Naturschutzbund Hessen (NABU Hessen) zum Tag des Wolfes einen Informations- und Aktionstag für Groß und Klein.
Von 10 -17 Uhr wird in der NAH und auf dem Gelände der Akademie ein Programm rund um den Wolf für die ganze Familie geboten. Es gibt Kinder-Mitmach-Aktionen, Vorträge, Theater, Film und eine Poster-Ausstellung „Willkommen Wolf“. mehr

Wildtiere in Siedlungen

Seit der Mensch in Siedlungen wohnt, wird er von Wildtieren begleitet, die zusammen mit ihm oder auch in seiner Nachbarschaft leben. Die Häuser und Stallungen früherer Zeit boten zahlreichen tierischen Mitbewohnern ideale Bedingungen. Mäuse und Ratten waren dort ebenso zu Hause, wie ihre natürlichen Fressfeinde Schleiereule und Steinmarder. mehr

Springkraut-Projekt im Weipersgrund

Der Klimawandel führt dazu dass immer mehr Pflanzen- und Tierarten nach Hessen einwandern. Einige von ihnen können für die heimische Flora und Fauna oder sogar für den Menschen zum Problem werden. Diese Arten werden als „invasive“ Arten bezeichnet. Der Umgang mit dem „Indischen Springkraut“ wurde in einem Pilotprojekt des Regierungspräsidiums Gießen ... mehr

Hummeln brauchen Hilfe

Wir alle kennen sie, die „dicken Brummer“, die in der freien Natur und in unseren Gärten recht auffällig in Erscheinung treten. Die Rede ist von Hummeln, die schon im zeitigen Frühjahr und auch im weiteren Jahresverlauf zu beobachten sind. Wie die Bienen und Wespen, gehören auch die Hummeln zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) innerhalb der Insektenklasse. Etwa 30 Arten leben in Deutschland. mehr

Bioenergienutzung im Biosphärenreservat Rhön

Biosphärenreservate sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklungen. Im Rahmen von Entwicklungskonzepten des Biosphärenreservates Rhön werden auch Projekte zur Bioenergienutzung unterstützt oder gefördert. Das Biosphärenreservat will damit regionale Möglichkeiten der Verwendung von Rohstoffen aus der Forst- und Landwirtschaft, der Landschaftspflege und der Pflege von Naturschutzgebieten berücksichtigen.
Eine Fachexkursion der NAH mit der hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates Rhön bot Gelegenheit, beispielhafte Projekte zur Bioenergienutzung mit unterschiedlichen Ansätzen zu besuchen und mit den Betreibern über deren Erfahrungen zu diskutieren. Die Teilnehmer der Exkursion waren erfreut über das große Engagement der beteiligten privaten und genossenschaftlichen Initiative. So versorgt beispielsweise eine Genossenschaft in Rasdorf-Grüsselbach in Kooperation mit den örtlichen Landwirten ca. 80 % der Haushalte mit Energie aus Biogas und Hackschnitzelnutzung.

Hauskatzen und Artenschutz

Nach Einschätzung des „Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe“ leben in Deutschland mehr als 12 Millionen Hauskatzen in über 16 % aller Haushalte (ZZF, 2012). Die Katze ist damit eindeutig die Nummer 1 unter den beliebtesten Heimtieren. Diese hohe Individuenzahl hat natürlich auch Auswirkungen auf die Wildtierpopulation, insbesondere in den Siedlungsbereichen.

Alle Hauskatzen sind Jäger, die vor allem Kleinsäugern und Vögeln nachstellen, aber auch Insekten und Reptilien werden erbeutet. Wenn man unterstellt, dass die meisten Katzen die Möglichkeit des Freiganges haben, sind – bei der großen Anzahl der Katzen – durchaus auch hohe Beutezahlen zu erwarten. mehr

Lebensraum Hecke

Das Wort „Hecke“ geht auf den althochdeutschen Begriff „Hag“ zurück, womit die Einzäunung einer Fläche (Weide) mit Sträuchern verstanden wird. Noch heute kennen wir die Bezeichnung „Hagebutte“ für die roten Früchte der Wildrosen.
Seit Jahrhunderten sind Hecken prägende Landschaftselemente und gleichzeitig lineare Saumbiotope, die besondere ökologische Merkmale aufweisen. Im „Idealfall“ bestehen sie aus einer Kern-, Mantel- und Saumzone. mehr


Neue Version des NATUREG-Viewers veröffentlicht

Das Hessische Umweltministerium (HMUELV) hat eine neue Version des NATUREG - Viewers entwickelt und veröffentlicht. Sie finden den Viewer unter http://natureg.hessen.de
Der freie Zugang zu den naturschutzfachlichen Informationen richtet sich vor allem an Bürger, das Ehrenamt und Planer. Hervorzuheben sind die Download-Möglichkeiten für Dokumente und graphischen Daten (Shapes). Für die Recherche empfehlen wir den Einstieg über das „Werkzeug“-Fenster. Das Umweltministerium ist dankbar für Hinweise und Anregungen zum NATUREG-Viewer. Benutzen Sie dafür bitte den Link „Kontakt“ in der Anwendung. Die offizielle Pressemitteilung des HMUELV finden Sie hier.

Schulwandern in der Natur

Schulwandern bereichert den Unterricht und fördert die Gesundheit, das Gemeinschaftsgefühl und die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Das Wandern durch die Natur ist heute allerdings keine Selbstverständlichkeit mehr. Eine Fachtagung der NAH hat Lehrer und Lehrerinnen durch Vorträge und praktische Workshops für das Wandern mit Schülern begeistert. So wurde das Schulwandern mit Karten und Kompass oder das Geocaching mit GPS-Geräten geübt. Die Organisation einer Schulwanderung und die spielerische Einbindung des Themas „Biologische Vielfalt“ ergänzten das Angebot.
Der Deutsche Wanderverband beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema und setzt die gewonnenen Erfahrungen in Informationen und Unterstützungsangeboten für Schulen um. Seit 2011 bietet er eine Fortbildung zum/zur zertifizierten Schulwanderführer/ -in mit dem Schwerpunkt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ an.

Auf den Spuren der Wildkatze ... in Fulda

„Mit Kindern auf den Spuren der Wildkatze“ ist der Titel einer Reihe von Kooperationsveranstaltungen der Naturschutz-Akademie Hessen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND) in Hessen. Die Teilnehmenden erhalten durch Vorträge von Sarah Friedrichsdorf vom BUND viel Wissenswertes über die Wildkatze, ihre Gefährdung und ihren Schutz. In erster Linie geht es in der Veranstaltung jedoch um die Vorstellung des Bildungspaketes für die umweltpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, das im Rahmen des BUND-Projektes „Rettungsnetz für die Wildkatze“ erstellt wurde.

Der Uhu - ein erfolgreicher Rückkehrer in Hessen

Die Anzahl der Uhus in Hessen hat in den letzten Jahren zugenommen. Das war die erfreuliche Nachricht anlässlich der NAH-Tagung „Der Uhu – eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes!?“. 2012 wurden in Hessen 230 Brutplätze des Uhus im Rahmen eines „Artgutachtens“ der Staatlichen Vogelschutzwarte registriert. Er brütet nicht nur in Felswänden und Steinbrüchen, sondern auch in Bäumen und Bauwerken, etwa in Burgen, Schlössern oder Autobahnbrücken. In Kooperationsverträgen mit Steinbruchbesitzern zum Erhalt der Brutplätze ist in den vergangen Jahren viel getan worden.

Die Bekassine - Vogel des Jahres 2013

Der „NABU“ und der „Landesbund für Vogelschutz“ haben die Bekassine (Gallinago gallinago) zum Vogel des Jahres 2013 erklärt. Insbesondere durch die Zerstörung seiner Lebensräume ist der - zu den Schnepfenvögeln zählende - Vogel in Deutschland stark gefährdet bzw. sogar vom Aussterben bedroht.
Die Lebensräume der Bekassine sind Moore, Sümpfe und extensiv bewirtschaftete Feuchtwiesen mit einem späten Mahdtermin, der das Brutgeschäft nicht tangiert. Sowohl Moore als auch die genannten Feuchtgrünländer sind jedoch durch menschliche Eingriffe (Torfabbau, Entwässerung, Düngung …) in Deutschland weitgehend zerstört. Mit dieser Zerstörung schwindet auch das Arteninventar jener Biotope. Neben der Bekassine sind davon auch der Große Brachvogel, der Kiebitz und die Uferschnepfe betroffen. mehr

Arbeitspferde in der Landschaftspflege

Auf großes Interesse ist die NAH-Veranstaltung zum Einsatz von Arbeitspferden in der Landschaftspflege gestoßen, die am 13. September in Florstadt stattfand. Der Einsatz von Arbeitspferden ist in Deutschland nicht mehr weit verbreitet, moderne pferdegezogene Technik sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei Fachbehörden, Planungsbüros und Entscheidungsträgern kaum bekannt. Dabei fallen in Naturschutz und Landschaftspflege viele Arbeiten an, bei denen der Einsatz von Arbeitspferden auch und gerade unter heutigen Bedingungen eine nachhaltige, die Natur schonende sowie ökonomisch tragfähige Alternative darstellen kann. Die Teilnehmer/-inner der Veranstaltung konnten sich bei einer Mahdvorführung im NSG „Nachtweide von Dauernheim“ überzeugen, die auch auf youtube zu sehen ist.

youtube-Film: www.youtube.com/watch?v=Kujw8ba9boY&feature=channel&list=UL
Skript des Bundesamtes für Naturschutz zum Pferdeeinsatz: www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/Skript256.pdf

Unsere Obstwiesen - Kleinode biologischer Vielfalt

Die Natur zeigt sich bisweilen in beeindruckender Schönheit und außergewöhnlicher Vielfalt. Landschaftselemente, auf die eine solche Beschreibung im besonderen Maße zutrifft, sind Obstwiesen, die auch als Streuobstwiesen bezeichnet werden.
Obstwiesen sind Grasflächen, auf denen hochstämmige Obstbäume wachsen, die in Reihen, Gruppen oder auch unregelmäßig gepflanzt wurden. Die Apfel-, Birn-, Kirsch- und Pflaumenbäume werden extensiv bewirtschaftet, was auch auf den Bodenbewuchs (Gras) zutrifft. mehr

Die Erdkröte - Lurch des Jahres 2012

Die „Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e. V.“ hat die Erdkröte (Bufo bufo) zum Lurch des Jahres 2012 erklärt. Damit wurde eine Art gewählt, die in ganz Deutschland noch relativ häufig vorkommt und oft anzutreffen ist. Das zu den Froschlurchen zählende Tier nutzt ein breites Lebensraumspektrum, etwa Laubwälder, Waldränder, Hecken, Parkanlagen, Streuobstwiesen und auch naturnahe Gärten. mehr

Das Eichhörnchen

Wir alle kennen sie, die kleinen roten (oder auch dunkler gefärbten) Kobolde. Eichhörnchen sind echte Sympathieträger und haben als ursprüngliche (Nadel-)Waldbewohner längst auch unsere Gärten und Siedlungen erobert.
Die Fellfarbe der Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) ist recht unterschiedlich. Von „fuchsrot“ über Braun- und Grautöne bis hin zu schwarz kann sich die Oberseite zeigen, während die Unterseite immer weiß ist. mehr

NAH im Kompetenznetz Vitale Orte 2020

Das Kompetenznetz Vitale Orte 2020 ist ein Projekt der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen. Die NAH ist eine der in der Projektgruppe vertretenen Bildungseinrichtungen und unterstützt das Projekt insbesondere mit Fortbildungsveranstaltungen.
Das Kompetenznetz Vitale Orte 2020 hat sich zum Ziel gesetzt, alle zu unterstützen, die daran mitwirken wollen, dass ihre Gemeinde trotz des demografischen Wandels ein lebenswerter Ort bleibt – ein Ort, an dem alte und junge Menschen gerne leben, lernen, arbeiten, feiern und gemeinsam die Zukunft gestalten. mehr

Website: www.hessen-nachhaltig.de/web/vitale-orte-2020

Kellerwald-Buchenwälder sind Weltnaturerbe

Was haben der Grand Canyon, die Serengeti und die Buchenwälder des Nationalparks Kellerwald-Edersee gemeinsam? Nun, alle drei verfügen über das Prädikat „UNESCO-Weltnaturerbe“.
Zusammen mit vier weiteren Buchenwaldgebieten in Deutschland, hat das Welterbekomitee der UNESCO den alten Buchenwäldern des Nationalparks Kellerwald-Edersee den „Weltnaturerbetitel“ verliehen. Die Einschreibung in die Welterbeliste erfolgte am 25. Juni 2011 bei einer Sitzung in Paris. Dies ist eine ganz besondere Auszeichnung und Würdigung unserer einzigartigen Mittelgebirgs- und Tieflandbuchenwälder. Schon 2007 wurden die „Buchenurwälder der Karpaten“ zum Weltnaturerbe erklärt und nun um die „Alten Buchenwälder Deutschlands“ ergänzt. Die naturnahen Buchenwälder des Kellerwaldes sind somit Teil eines Clusters, zu dem auch ausgewählte Waldflächen der Nationalparke Jasmund, Müritz, Hainich und des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin zählen.
Gerade im „Internationalen Jahr der Wälder“ dürfen wir uns über die bedeutende Auszeichnung der alten Buchenwälder im Nationalpark Kellerwald-Edersee besonders freuen.

Kelterei Heil unterstützt "Obstgarten Hessen"

Martin Heil von der gleichnamigen Kelterei in Laubuseschbach unterstützt mit einer Spende in Höhe von 3000 Euro das Projekt "Obstgarten Hessen". Das Geld wurde vom Vorsitzenden des Förderkreises der Naturschutz-Akademie Hessen, Gerhard Bökel, an das Land Hessen weitergeleitet. Staatssekretär Mark Weinmeister vom HMUELV und Landtagsabgeordneter Hans-Jürgen Irmer wurden bei dieser Gelegenheit vom Geschäftsführer der Naturschutz-Akademie Hessen, Albert Langsdorf, über die bisherigen Ergebnisse des Nachhaltigkeitsprojektes informiert. Über 10.000 Obstbestimmungen in ganz Hessen haben bisher zu mehr als 100 regionalen Sorten geführt, deren Standorte nun in einer Datenbank zusammengefasst werden. (Bild v. l.: Hans-Jürgen Irmer, Gerhard Bökel, Martin Heil, Mark Weinmeister, Albert Langsdorf)

Alte Apfelsorten gesucht

Gacksapfel, Dorheimer Streifling, Brauner Matapfel - das ist nur eine kleine Auswahl von alten Apfelsorten aus Hessen. Experten schätzen, dass es in Hessen über 1.000 Apfelsorten gibt. Zahlreiche dieser Sorten gelten inzwischen als verschollen, und über ihr Vorkommen ist wenig bekannt.
Die Konzentration auf wenige Standardsorten im Obstbau und im Handel hat zu einem Verlust an biologischer Vielfalt auch unter den Apfelsorten geführt.
Das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und die Naturschutz-Akademie Hessen wollen diese alten Sorten erhalten und forschen – zusammen mit Pomologen und Gartenfachleuten – nach den Obstbäumen mit regionaltypischen Sorten. Im Zuge der Nachhaltigkeitsstrategie für Hessen soll mit dem Projekt „Obst- und Gemüsegarten Hessen“ die biologische Vielfalt erhalten werden.

Umweltpreis der Stadt Wetzlar an Kestner-Schule

Den Umweltpreis der Stadt Wetzlar verlieh Umweltdezernent Harald Semmler an die Schulgartengruppe der Kestner-Schule Wetzlar. In Anwesenheit von Schülern, den betreuenden Lehrerinnen, der Schulleitung und einigen Gästen überreichte er einen Scheck über 1000 Euro im Schulgarten und ließ sich von den Schülern über deren Erfahrungen im Garten informieren. Der Schulgarten der Kestner-Schule wird seit über 25 Jahren im Natur-Erlebnisgarten der Naturschutz-Akademie erfolgreich betrieben.

Japanische Naturschützer und das FÖJ

Im Rahmen einer Informationsreise interessierten sich sieben Naturschützer/-innen der japanischen Umweltstiftung „Seven-Eleven-Midorinokikin" für Umwelteinrichtungen, an denen junge Menschen ein FÖJ absolvieren können. In Frankfurt besuchten sie die Vogelschutzwarte und das StadtWaldHaus. Beide Einrichtungen sind Einsatzstellen für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) des Trägers NZH.

Bitte keine Tierwaisen aufnehmen!

Im Frühjahr und Sommer passiert es immer wieder, dass wir verwaiste und offenbar hilflose junge Wildtiere finden. Meist sind es Jungvögel, die am Boden hocken, aber auch Rehkitze oder junge Feldhasen können wir beim Spaziergang in der Natur finden. Denkbar ist auch die Begegnung mit einem kleinen Igel oder anderen Jungtieren.
Schnell sind wir dann bereit, den anscheinend verlassenen Tieren zu helfen, indem wir sie aufnehmen und an einen sicheren Ort verbringen. mehr