Naturschutz-Akademie Hessen

Naturschutz-Akademie Hessen

Wilde Wälder braucht das Land

Im Jahre 2007 hat die damalige Bundesregierung die "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS)" beschlossen. Die NBS enthält zahlreiche Maßnahmen und Ziele zur Förderung der biologischen Vielfalt. Unter anderem soll sich die Natur auf einem Teil der Landesfläche wieder ungestört entwickeln können, damit neue Wildnisgebiete entstehen. Diese Wildnisgebiete wurden in der NBS folgendermaßen definiert:
"Wildnisgebiete sind ausreichend große, (weitgehend) unzerschnittene, nutzungsfreie Gebiete, die dazu dienen, einen vom Menschen unbeeinflussten Ablauf natürlicher Prozesse dauerhaft zu gewährleisten" Mehr

Veranstaltungen finden wieder statt

Hügel bauende Waldameisen - Art: Formica polyctena

Bild: Kevin Kreckel

Ab sofort können wir wieder Veranstaltungen durchführen. Das Seminar zum Thema "Waldameisen" vom 29.-30. Mai in Kooperation mit der Ameisenschutzwarte Hessen war das erste Präsenz-Seminar, das seit der Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen stattgefunden hat. Es bot den Teilnehmer/-innen einen Überblick über häufig auftretende Arten. Sie lernten die Tiere voneinander zu unterschieden und machten sich mit deren typischen Bestimmungsmerkmalen sowie deren Biologie und Ökologie vertraut. Die Exkursion am Samstag führte die Gruppe in ein Waldgebiet bei Weilburg.

Hier finden Sie weitere Hinweise zu unseren Veranstaltungen und unserem aktuellen Programm.

Der Schwalbenschwanz

Schwalbenschwanz

Er ist einer unserer schönsten und größten Tagfalter, der Schwalbenschwanz, dessen wissenschaftlicher Name Papilio machaon lautet. Durch seine Größe und Färbung fällt er sofort auf, wenn man ihm begegnet. Auffällig sind dabei auch die beiden zipfelartigen Verlängerungen der hinteren Flügel, die an den Schwanz einer Schwalbe erinnern (daher der Name). Der Schwalbenschwanz gehört zur Familie der Ritterfalter, in der sich auch der Segelfalter und der sehr seltene Apollofalter befinden. Mehr

Blütenzauber im Frühjahr

Gerade jetzt, wo die Corona-Krise unseren Alltag bestimmt, erfreut uns die Natur mit einem Farbenspiel, welches von der Blüte der Bodenpflanzen, Sträucher und Bäume ausgeht. Dies können wir nicht nur in unseren Gärten beobachten, sondern auch im Offenland und in den Wäldern der freien Natur. Die Farbpalette der Blüten erstreckt sich von weiß und gelb bis hin zu blau, violett und rot. Mehr

Die Zauneidechse - Reptil des Jahres 2020

Im jährlichen Wechsel benennt die „Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT)‟ das Reptil oder den Lurch des Jahres. Im Jahr 2020 ist wieder ein Reptil an der Reihe und die Wahl fiel auf die Zauneidechse.

Die Zauneidechse, mit dem wissenschaftlichen Namen Lacerta agilis, kommt in ganz Deutschland vor, wobei sie aber in ihrem Bestand zunehmend gefährdet ist. Dies liegt hauptsächlich an der Zerstörung oder Veränderung ihrer Lebensräume. In der „Roten Liste‟ für Hessen, die jedoch bereits 10 Jahre alt ist, wird die Zauneidechse noch als ungefährdet gelistet. In vielen anderen Bundesländern befindet sie sich aber auf der „Vorwarnliste‟, wird als „gefährdet‟ oder sogar als „stark gefährdet‟ eingestuft. Mehr

Lebensraum Brachland

Leider sind die Begriffe „Brachland‟ oder auch „Ödland‟ heute noch vielfach negativ besetzt. Dies mag wohl einerseits historische Gründe haben, weil durch die Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung Versorgungsengpässe befürchtet wurden. Heute stören sich einige Menschen möglicherweise an der „wilden Unordnung‟, die sie mit Brachflächen verbinden. Wo Disteln, Brennnesseln und Gestrüpp wachsen, wird bei dem ein oder anderen Mitbürger das ästhetische Empfinden gestört. Mehr

Tierspuren in der Natur

In unserer Natur sind sie fast überall vorhanden. Bei jeder Wanderung können wir auf sie treffen und doch werden wir ihre Verursacher nur recht selten zu Gesicht bekommen. Die Rede ist von Tierspuren, die in ganz unterschiedlichen Formen auftreten. Fährten und Trittsiegel zählen natürlich dazu, aber auch Fraßspuren an Pflanzen, die Entenfeder am Ufer eines Gewässers, die Fuchslosung auf einem Baumstubben oder das leere Schneckenhaus am Rand einer Hecke. Mehr

Auftaktveranstaltung ZNL in der Rhön

Mit einem Informationsabend am 21.1.2020 leiteten die NAH und die Hess. Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön die Fortbildung zum/zur Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer/in (ZNL) für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ein. Ein Schwerpunkt wird unter anderen auf dem derzeitigen LIFE-Projekt „Bergwiesen, Hutungen und deren Vögel“ liegen. Hier finden Sie Genauere Informationen [339 KB] und Anmeldeunterlagen. [175 KB]

Neue, frei zugängliche Artensuchmaschine

(Foto: Andreas Nowack)

Ausgestorben, gefährdet oder ungefährdet? Wer wissen will, wie es Feldhase, Wiedehopf, Segelfalter oder Fieberklee geht, kann jetzt eine neue Arten-Suchmaschine nutzen. Sie informiert schnell und einfach über den Rote-Liste-Gefährdungsstatus von Tieren, Pflanzen und Pilzen in Deutschland.

Mit der neuen Arten-Suchmaschine des Rote-Liste-Zentrums ist der Gefährdungsstatus von Tieren, Pflanzen und Pilzen Deutschlands online recherchierbar, und zwar kostenlos. Die zugrundeliegende Datenbank greift auf die Fachgutachten der bundesweiten Roten Listen zu, die vom Bundesamt für Naturschutz herausgegeben werden. Die Suchmaschine zeigt die Gefährdungskategorie, Bestandssituation und -Trends von rund 30.000 untersuchten Arten an. Sie ist eingebunden in die Website des Rote-Liste-Zentrums, die ausführlich über die Erstellung und die Inhalte Roter Listen informiert. Mehr

Neue Fortbildungsreihe

NAH-zertifizierte/r Streuobstfachwart/-in
Seit vielen Jahren finden die Seminare „Naturgemäßer Obstbaumschnitt“ in der Naturschutz-Akademie Hessen in Wetzlar statt. Im Laufe der Zeit sind verschiedene Fachseminare als Ergänzung in der fachgerechten Obstbaumpflege hinzugekommen. Inzwischen sind die Seminare zur Obstgehölzpflege und Pomologie weit über die Grenzen Hessens bekannt und werden gerne besucht.
Nachdem der Wunsch aufgekommen ist, weitere Seminare, z.B. zum Thema Baumgesundheit, Altbaumpflege oder andere Obstarten sowie eine Zertifizierung einzuführen, hat sich die NAH gemeinsam mit dem Referenten entschieden, eine entsprechende Fortbildungsreihe anzubieten. mehr

Die Robinie - Baum des Jahres 2020

Das „Kuratorium Baum des Jahres (KBJ)‟ hat die Robinie zum Jahresbaum 2020 deklariert. Damit wurde eine Baumart gewählt, die ursprünglich in Europa nicht heimisch war. Angeblich soll die Robinie im Jahr 1601 von Jean Robin, einem französischen Botaniker, von Virginia nach Paris gebracht worden sein, was jedoch nicht sicher belegt werden kann. Auf jeden Fall hat diese Geschichte zur Namensgebung des Baumes beigetragen. Ihr wissenschaftlicher Artname lautet nämlich Robinia pseudoacacia L., wobei „Robinia‟ auf Jean Robin zurückgeht. Wegen seiner Ähnlichkeit mit den in den Tropen und Subtropen vorkommenden Akazien, wird der Baum auch als „Scheinakazie‟ oder „Falsche Akazie‟ bezeichnet („pseudoacacia‟). mehr