Naturschutz-Akademie Hessen

Die Lärche ist Baum des Jahres 2012

Herbstliche Lärchenkronen

Das Kuratorium „Baum des Jahres“ hat die Europäische Lärche (Larix decidua Mill.) zum Baum des Jahres 2012 ausgerufen. Die Lärche ist ein Gebirgsbaum, der noch in Höhenlagen über 2.000 m vorkommt. Aber auch in unseren hessischen Mittelgebirgswäldern und im Flachland ist sie – meist einzeln oder in kleineren Gruppen – verbreitet.

Wir alle kennen den Baum wegen des herbstlichen Nadelabwurfs, was sonst bei keinem anderen heimischen Nadelbaum zu beobachten ist. An ihren Standort stellt die Lärche keine besonderen Ansprüche, einzig der Lichtbedarf ist recht hoch. Sie ist außerordentlich frosthart und auch gegen Hitze unempfindlich. Lärchen können eine Höhe von fast 50 m und ein stattliches Alter von 600 – 700 Jahren erreichen. (Amann)

Lärche

Charakteristisch für den Baum ist eine oft zu beobachtende Krümmung der unteren Stammpartie, was als „Säbelwuchs“ bezeichnet wird. Lärchenholz ist sehr hochwertig und wird vielseitig verwendet. Vor allem als Konstruktionsholz im Außenbereich ist das sehr harte und dauerhafte Holz begehrt, da auf eine Imprägnierung verzichtet werden kann. Außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets, etwa in atlantisch geprägten Flachland-Klimabereichen, leidet der Baum mitunter am Lärchenkrebs, einer Pilzerkrankung. Dagegen ist eine verwandte Art, die auch in Deutschland angebaute Japanische Lärche (Larix kaempferi), weitgehend resistent.

Weibliche Lärchenblüte

Durch ihren besonderen Habitus, das zarte Grün der Nadeln im Frühjahr und die goldgelben Kronen im Herbst unterscheiden sich Lärchen deutlich von anderen Nadelbäumen. Sie sind damit quasi nicht zu verwechseln und für jede Naturfreundin und jeden Naturfreund leicht zu erkennen. Weitergehende Informationen zur Europäischen Lärche finden Sie hier.

Literatur:

Amann, G. 1993
Bäume und Sträucher des Waldes
Naturbuch Verlag, Augsbur

Fotos © Hubertus Schwarzentraub