Naturschutz-Akademie Hessen

Die Bekassine - Vogel des Jahres 2013


Der „NABU“ und der „Landesbund für Vogelschutz“ haben die Bekassine (Gallinago gallinago) zum Vogel des Jahres 2013 erklärt. Insbesondere durch die Zerstörung seiner Lebensräume ist der - zu den Schnepfenvögeln zählende - Vogel in Deutschland stark gefährdet bzw. sogar vom Aussterben bedroht.

Lebensraum der Bekassine

Die Lebensräume der Bekassine sind Moore, Sümpfe und extensiv bewirtschaftete Feuchtwiesen mit einem späten Mahdtermin, der das Brutgeschäft nicht tangiert. Sowohl Moore als auch die genannten Feuchtgrünländer sind jedoch durch menschliche Eingriffe (Torfabbau, Entwässerung, Düngung …) in Deutschland weitgehend zerstört. Mit dieser Zerstörung schwindet auch das Arteninventar jener Biotope. Neben der Bekassine sind davon auch der Große Brachvogel, der Kiebitz und die Uferschnepfe betroffen.

Feuchtgebiet

Die etwa drosselgroße Bekassine ist recht gut an ihrem langen Schnabel zu erkennen, mit dem sie im Schlamm und in Flachgewässern stochert, um Schnecken, Würmer und Insektenlarven aufzunehmen. Ein weiteres charakteristisches Merkmal des Vogels ist sein rasanter „Zick-Zack-Flug“. Durch die Windströmung an den Schwanzfedern entsteht dabei ein summender Ton, der an ein Meckern erinnert, weshalb die Bekassine auch als „Himmelsziege“ bezeichnet wird.

Bei der Nahrungssuche

Bekassinen sind überwiegend Kurzstreckenzieher, die in West-, Nordwest- und in Südeuropa überwintern. Einige legen aber auch lange Strecken zurück und fliegen bis Vorder- und Südasien und bis in das tropische Afrika (NABU).

Das Überleben der Bekassine ist sehr stark abhängig vom Erhalt ihrer Lebensräume, weshalb deren Schutz der wichtigste Beitrag zur Erhaltung der Art darstellt. Dies sollte unser aller Anliegen sein.

Weitergehende Informationen zum „Vogel des Jahres“ erhalten Sie hier:
http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/vogeldesjahres/2013-bekassine/informationen/index.html

Fotos © Hubertus Schwarzentraub